Im Gespräch erzählt der junge Unternehmer Denis Schúúrhuis davon, Risiken einzugehen, von seiner Entscheidung für die Geflügelhaltung und von der Zukunft des Betriebs. Denis ist 27 Jahre alt und gründete vor vier Jahren einen eigenen Geflügelbetrieb in Wielen. Gemeinsam mit seinen Eltern bewirtschaftet er den Hof.
Denis wohnt mit seinem Vater und seiner Mutter auf dem Hof in Wielen. Zum Betrieb gehören rund 14 Hektar Land. Sein Großvater war Landwirt und baute verschiedene Kulturen auf den Flächen an. Sein Vater übernahm den Betrieb damals und führte den Ackerbau weiter, allerdings eher hobbymäßig. 1998 endeten die landwirtschaftlichen Aktivitäten. Doch was man im Blut hat, lässt einen nicht los: 2021 begann die Familie, den landwirtschaftlichen Betrieb von Grund auf neu aufzubauen.
„Die Landwirtschaft hat mich schon immer interessiert. Ob ich als kleiner Junge auf dem Traktor mitfuhr oder ein Schulpraktikum machte – irgendwie hatte ich immer damit zu tun“, erklärt Denis. „Dann ergab sich die Chance auf eine Genehmigung für einen Legehennenstall an unserem Standort. Diese Chance haben wir beim Schopf gepackt und das bisher keine Sekunde bereut. Wir sind wirklich sehr froh darüber.“
Im Januar 2022 war der neue Bio-Legehennenstall fertig und wurde in Betrieb genommen. Insgesamt bietet er Platz für 14.995 Legehennen.
Bis die Genehmigung vorlag, war es ein langer Weg. 2017 kamen die ersten Pläne auf den Tisch. Einige Hürden bei Gesetzen und Vorschriften machten das Genehmigungsverfahren schwierig. Schließlich wurde die Genehmigung 2020 erteilt, 2021 begann der Bau. Denis war damals 22 Jahre alt – eine große Investition in jungen Jahren. Natürlich bringt das Risiken mit sich, zumal ihm noch Erfahrung in der Geflügelhaltung fehlte. „Zum Glück habe ich Menschen und Kontakte in meinem Umfeld, mit denen ich mich austauschen und denen ich Fragen stellen kann. So habe ich mir auch bei euren Kollegen Tino und Marco viel Rat geholt“, sagt Denis. „Unternehmer zu sein heißt am Ende auch, sich etwas zu trauen und Risiken einzugehen.“
Zum Glück kann er auf die Hilfe seiner Eltern zählen. Sowohl seine Mutter als auch sein Vater helfen neben ihrem Beruf im Stall mit. „Ich finde es schön, dass wir das so gemeinsam machen können“, sagt Denis.
Für junge Landwirte, die wie er schon früh einen eigenen Betrieb starten, hat Denis noch ein paar Tipps: „Besucht verschiedene Ställe, schaut euch gut um und macht eure Entscheidung nicht nur vom Preis abhängig. Wer immer das Billigste kauft, riskiert auch Probleme mit Qualität und Lebensdauer.“ Zum Schluss ergänzt er: „Fragt erfahrene Landwirte nach Tipps und Tricks und schreibt sie auf. Später habt ihr wirklich etwas davon!“
Lange war nicht sicher, ob der landwirtschaftliche Betrieb weitergeführt werden würde, weil Denis selbst noch nicht genau wusste, was er wollte. Praktika in einem Aufzuchtbetrieb und einem Hähnchenmastbetrieb in der Nähe gaben ihm einen Einblick in die Geflügelbranche. „Dort ist meine Begeisterung eigentlich entstanden“, erzählt Denis. Von da an schaute er sich an, welche Möglichkeiten es am jetzigen Standort gab.
Heute liegt der Schwerpunkt auf der Geflügelhaltung, daneben betreibt Denis noch etwas Ackerbau. Die Eier liefern sie an einen festen Geschäftspartner. „Ich bin sehr zufrieden. Wichtig ist mir, dass man ein gutes Verhältnis zu seinen Partnern hat.“ Die Entscheidung für Bio sollte ein Stück Sicherheit für die Zukunft schaffen. „Der Stall lässt sich auf verschiedene Weise nutzen. Bio passte damals einfach am besten“, sagt er.
Denis entschied sich für die Anlagen von Geissler, weil er auf Qualität setzen wollte. „Ich habe damals mit Geissler gebaut, weil mich die Volierensysteme überzeugt haben, die sie einbauen. Sie sind hochwertig und übersichtlich aufgebaut. Man kann im Stall alles sehen“, erzählt Denis. „Dazu kommt, dass ihr mitdenkt, welche Anlagen und Produkte passen, euer Wissen und eben die Qualität.“ Vorher hatte er sich auch andere Anbieter angesehen. „Das Problem ist, dass die meisten Anbieter immer das Günstigste anbieten wollen. Bei Geissler wurde auf die Qualität geschaut und darauf, welche Lösung am besten passt. Man braucht einen Partner, auf den man sich verlassen kann und der auch hilft, wenn zum Beispiel eine Störung auftritt.“
Der Stall ist in fünf Abteile unterteilt, in jedem Abteil werden 3.000 Legehennen gehalten. Im Stall stehen drei Reihen Volieren von VDL Jansen. Zur Ausstattung gehören außerdem unter anderem ein Lüftungs- und Klimasystem, Beleuchtung, eine Steuerung, Eierbänder, eine Eierpackmaschine und eine Nebelkühlanlage. „Auch mit dem Montageteam, das damals alles eingebaut hat, hat es einfach gut gepasst“, sagt er.
Man braucht einen Partner, auf den man sich verlassen kann.
Denis Schúúrhuis
Konkrete Zukunftspläne haben Denis und seine Eltern noch nicht. Er möchte auf jeden Fall auf diesem Weg weitermachen. Ob der Betrieb später noch erweitert wird, muss sich zeigen. „Wir halten jedenfalls weiter nach Chancen Ausschau und passen uns den Entwicklungen am Markt an“, erzählt Denis. „Wenn wir irgendwann noch einen Stall bauen, dann auf jeden Fall wieder mit Geissler“, sagt er lächelnd.
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