Landwirtschaftliche Roots

Unser Kollege Wilco Enzerink (25) wohnt in Ruurlo in der niederländischen Region Achterhoek. Seit 2022 ist er bei Roots, dat werkt! als Kunden- und Mitarbeiterbetreuer in der Region Berkelland tätig. Neben seiner Arbeit hilft er auf dem Hof seiner Eltern mit. In diesem Artikel erzählt er von seiner Arbeit bei Roots, dat werkt!, seinem Alltag auf dem Hof und davon, wie er beide Welten miteinander verbindet.

Mit der Muttermilch aufgesogen

Wilco ist zwischen Milchkühen und Mastschweinen aufgewachsen. Auf dem elterlichen Gemischtbetrieb werden 95 Milchkühe und 150 Sauen gehalten. Der Betrieb arbeitet im geschlossenen System: Die Ferkel bleiben bis zum Ende der Mast auf dem Hof. Wilco half schon von klein auf mit. Sein Interesse an der Landwirtschaft hat er also sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen.

Seit 2021 bildet Wilco mit seinen Eltern, seinem Bruder und seiner Schwester eine Betriebsgemeinschaft. Jeder hat seine eigenen Aufgaben, mit einem gemeinsamen Ziel: den Familienbetrieb weiterzuführen. „Natürlich springt jeder dort ein, wo er helfen kann. Mich selbst interessieren die Kühe etwas mehr“, erzählt Wilco. Auf dem Hof wird zweimal am Tag gemolken: morgens und abends. „Meistens helfe ich morgens beim Melken, dann geht's schnell unter die Dusche und anschließend bin ich unterwegs oder arbeite am Laptop. Und abends wird dann oft wieder gemolken.“

Alles unter einen Hut bekommen

Nach der weiterführenden Schule absolvierte Wilco eine Berufsausbildung auf MBO-Niveau in Doetinchem. Anschließend studierte er Tierhaltung an der Aeres Hogeschool in Dronten. Roots, dat werkt! war ihm damals schon vertraut. Über einen Kollegen hatte er dort zuvor einen Ferienjob gefunden. Und als Vorstandsmitglied der Studentenvereinigung USRA begegnete ihm der Name des Hauptsponsors Roots regelmäßig.

„Als ich die Stellenanzeige für einen Kunden- und Mitarbeiterbetreuer in Berkelland sah, hat mich das angesprochen. Ich war damals fast mit dem Studium fertig und bin zum Vorstellungsgespräch gegangen. Es hat eigentlich sofort gepasst“, erzählt Wilco. Er fährt fort: „Vorher hätte ich nicht gedacht, dass ich einmal diese Arbeit machen würde. Aber als ich die Anzeige sah, dachte ich: Das könnte wirklich gut zu mir passen. Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Gerade der Umgang mit verschiedenen Kunden und Mitarbeitern gefällt mir. Jeder Tag ist anders, und genau das macht Spaß.“

Als Kunden- und Mitarbeiterbetreuer ist Wilco viel unterwegs. Er hält Kontakt zu Kunden und Mitarbeitern, kümmert sich um die Verwaltung und überlegt mit, wer gut zu wem passt. Roots, dat werkt! ist in verschiedenen Branchen aktiv, mit einem starken Schwerpunkt auf Landwirtschaft und Infrastrukturbau. „Ein landwirtschaftlicher Hintergrund ist keine Voraussetzung. Aber man merkt schon, dass er hilft, wenn man mit Kunden oder Mitarbeitern am Tisch sitzt. Man spricht einfach dieselbe Sprache.“

Vor allem im Frühjahr ist auf dem Hof viel zu tun. „Dann schätze ich es besonders, dass Roots so viel Flexibilität bietet“, sagt Wilco. „Ich kann selbst planen, wann ich unterwegs bin und wann ich am Laptop arbeite. Das geht zum Beispiel auch abends. Aber ob ich gerade auf dem Hof arbeite oder für Roots unterwegs bin: Für unsere Kunden und Mitarbeiter bin ich immer erreichbar.“

Nach getaner Arbeit ...

Neben seiner Arbeit nimmt sich Wilco gern Zeit für seine Hobbys. „Soziale Kontakte sind mir auch sehr wichtig“, erzählt er. Freitagabends steht er auf dem Hallenfußballplatz, sonntagmorgens sitzt er regelmäßig auf dem Rennrad, und am Wochenende ist er mit Freunden aus der Grundschule, der weiterführenden Schule oder dem Studium unterwegs. „Langweilig wird mir auf jeden Fall nie!“, lacht Wilco.

Weiter wachsen.

Für die Zukunft sieht Wilco viele Chancen für den landwirtschaftlichen Betrieb. Die Familie möchte den Milchviehbereich vergrößern und weiter automatisieren. Zurzeit wird noch im Melkstand gemolken. „Für die Zukunft überlegen wir, auf Melkroboter umzusteigen. Ich erwarte, dass das innerhalb eines Jahres steht. Das macht den Tagesablauf deutlich flexibler und die Arbeit lässt sich leichter einplanen.“

Auch im Schweinebereich denkt die Betriebsgemeinschaft voraus. „Wir wollen uns am jetzigen Standort nicht alle Möglichkeiten verbauen. Deshalb schauen wir uns auch nach einem möglichen zweiten Standort um. So bleibt der Betrieb flexibel und ist für die nächste Generation gerüstet.“

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